Webanwendung entwickeln lassen für Unternehmen
maexware entwickelt individuelle Webanwendungen für Unternehmen, die Geschäftsprozesse, Daten und Funktionen in einer browserbasierten Anwendung zusammenführen möchten.
Eine Webanwendung kann interne Abläufe, Portale, Dashboards, Prozessmasken oder Fachanwendungen zentral im Browser bereitstellen. Nutzer greifen auf die für ihre Aufgaben relevanten Funktionen, Daten, Workflows und Statusinformationen zu – ohne dass dafür eine klassische lokale Anwendung auf jedem Arbeitsplatz installiert werden muss.
Je nach Anwendungsfall werden Benutzeroberfläche, Backend, Datenmodell, Rollen, Rechte und Prozesslogik individuell geplant. So entsteht eine browserbasierte Anwendung, die sich an den tatsächlichen Aufgaben, Nutzergruppen und fachlichen Anforderungen des Unternehmens orientiert.
Werden Informationen aus bestehenden Unternehmenssystemen benötigt oder sollen Ergebnisse an andere Anwendungen übergeben werden, werden APIs und Schnittstellen von Anfang an in die Architektur einbezogen. Dadurch kann die Webanwendung als integrierter Bestandteil der bestehenden Systemlandschaft arbeiten.
Was ist eine Webanwendung?
Eine Webanwendung ist eine browserbasierte Anwendung, mit der Nutzer Daten bearbeiten, Prozesse ausführen oder bestimmte Funktionen direkt im Browser nutzen können. Im Unterschied zu einer klassischen Website steht nicht nur die Darstellung von Inhalten im Vordergrund, sondern die aktive Bearbeitung konkreter Aufgaben.
Typische Webanwendungen sind interne Tools, Kunden- und Partnerportale, Dashboards, Verwaltungsoberflächen oder Fachanwendungen. Je nach Anwendungsfall können sie für Mitarbeitende, Kunden, Partner, Lieferanten oder andere Nutzergruppen bereitgestellt werden.
Damit eine Webanwendung zu den Aufgaben im Unternehmen passt, müssen Benutzeroberfläche, Fachlogik, Daten und technische Architektur auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt werden. Als browserbasierte Lösung kann eine Webanwendung eine konkrete Form von Individualsoftware sein, wenn Standardsoftware die fachlichen Anforderungen nicht passend abbildet.
Webanwendung, Website oder Standardsoftware?
Website, Standardsoftware und individuelle Webanwendung können technisch miteinander verbunden sein, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Eine Website dient vor allem dazu, Informationen, Inhalte und Leistungen bereitzustellen. Eine Webanwendung ermöglicht Nutzern dagegen, Daten zu bearbeiten, Funktionen auszuführen und konkrete Aufgaben direkt im Browser zu erledigen.
Standardsoftware stellt bereits entwickelte Funktionen für typische Anwendungsbereiche bereit. Sie kann die passende Wahl sein, wenn Prozesse und Anforderungen weitgehend dem vorgesehenen Standard entsprechen. Grenzen entstehen vor allem dann, wenn unternehmensspezifische Abläufe, Datenstrukturen oder Fachlogik nicht passend abgebildet werden können.
Eine individuelle Webanwendung wird gezielt für solche Anforderungen entwickelt. Benutzeroberfläche, Funktionen und Anwendungslogik können auf den konkreten Einsatz ausgerichtet werden, ohne dass bestehende ERP-, CRM-, PIM- oder andere Unternehmenssysteme automatisch ersetzt werden müssen.
| Ansatz | Fokus | Typische Grenze |
|---|---|---|
| Website | Informationen, Inhalte, Leistungen, Kontaktmöglichkeiten und Unternehmensdarstellung bereitstellen. | Umfangreiche Datenbearbeitung, Rollenlogik und fachliche Workflows stehen normalerweise nicht im Mittelpunkt. |
| Standardsoftware | Bereits entwickelte Funktionen für typische Geschäfts- und Anwendungsbereiche bereitstellen. | Individuelle Prozesse, Datenmodelle, Rollen, Freigaben oder Speziallogik lassen sich nicht immer passend abbilden. |
| Individuelle Webanwendung | Konkrete Prozesse, Daten, Nutzerrollen, Workflows und Funktionen individuell im Browser abbilden. | Konzeption, Architektur, Entwicklung, Testing und langfristige Weiterentwicklung müssen projektspezifisch geplant werden. |
Wann eine individuelle Webanwendung sinnvoll ist
Eine individuelle Webanwendung ist besonders sinnvoll, wenn mehrere Nutzer über den Browser auf gemeinsame Daten, Funktionen oder Prozesse zugreifen sollen und vorhandene Standardsoftware die fachlichen Anforderungen nicht passend abbildet. Statt Informationen über Excel, E-Mail, lokale Dateien oder getrennte Tools zu verteilen, können relevante Aufgaben in einer zentralen Anwendung zusammengeführt werden.
Der browserbasierte Zugriff eignet sich beispielsweise für Anwendungen, die von unterschiedlichen Arbeitsplätzen, Standorten oder Nutzergruppen verwendet werden. Interne Teams, Kunden, Partner oder Lieferanten können je nach Rolle auf die für sie vorgesehenen Funktionen, Daten und Prozessschritte zugreifen, ohne dass dafür eine klassische Desktop-Anwendung auf jedem Arbeitsplatz installiert werden muss.
Besonders relevant sind individuelle Webanwendungen, wenn Abläufe nicht mit einfachen Standardfunktionen abgebildet werden können. Prüfungen, Freigaben, Statuswechsel oder andere fachliche Regeln lassen sich dann gezielt mit den benötigten Funktionen und Nutzerrollen verbinden.
Wenn dabei bestehende Geschäftsprozesse digitalisiert und Informationen aus weiteren Unternehmensanwendungen einbezogen werden sollen, kann die Webanwendung als zentrale Arbeitsoberfläche für den jeweiligen Prozess dienen.
| Ausgangssituation | Typische Herausforderung | Nutzen einer Webanwendung |
|---|---|---|
| Excel- und E-Mail-Prozesse | Daten werden mehrfach gepflegt, manuell weitergegeben oder in unterschiedlichen Versionen bearbeitet. | Eingaben, Daten und Prozessschritte können zentral im Browser bereitgestellt und strukturiert verarbeitet werden. |
| Mehrere Nutzergruppen | Interne Teams, Kunden oder Partner benötigen unterschiedliche Funktionen, Datenzugriffe und Ansichten. | Rollen und Rechte können steuern, welche Nutzer auf welche Bereiche und Funktionen der Anwendung zugreifen. |
| Individuelle Workflows | Prüfungen, Freigaben, Statuswechsel oder Verantwortlichkeiten passen nicht zu vorhandener Standardsoftware. | Workflows können entsprechend der fachlichen Regeln, Rollen und Prozessschritte umgesetzt werden. |
| Zentraler Browserzugriff | Eine Anwendung soll an verschiedenen Arbeitsplätzen oder Standorten ohne separate lokale Installation genutzt werden. | Die Webanwendung stellt die vorgesehenen Funktionen über eine zentrale browserbasierte Oberfläche bereit. |
| Daten aus mehreren Systemen | Benötigte Informationen liegen verteilt in verschiedenen Unternehmensanwendungen und Datenquellen. | Relevante Daten können über definierte Schnittstellen eingebunden und innerhalb der Webanwendung genutzt werden. |
| Spezifische Fachlogik | Berechnungen, Validierungen, Regeln oder Abläufe sind unternehmens- oder prozessspezifisch. | Die benötigte Fachlogik kann gezielt im Backend der Webanwendung abgebildet und mit der Benutzeroberfläche verbunden werden. |
Typische Beispiele für Webanwendungen
Webanwendungen können sehr unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Gemeinsam ist ihnen, dass Nutzer über den Browser auf Funktionen, Daten und Prozesse zugreifen und konkrete Aufgaben innerhalb einer zentralen Anwendung bearbeiten.
Je nach Anwendungsfall kann eine Webanwendung als internes Tool, Portal, Dashboard, Prozessmaske oder Fachanwendung umgesetzt werden. Welche Form geeignet ist, richtet sich nach den Aufgaben der Anwendung und den Menschen, die damit arbeiten sollen.
Frontend, Backend, Datenbank und APIs einer Webanwendung
Eine Webanwendung besteht aus mehreren technischen Bausteinen, die gemeinsam Benutzeroberfläche, Funktionen und Datenverarbeitung ermöglichen. Das Frontend bildet den sichtbaren Bereich im Browser, während das Backend die Fachlogik verarbeitet und den Zugriff auf Daten und Funktionen steuert.
Die Datenbank stellt die für die Anwendung benötigten Informationen strukturiert bereit. Welche Daten gespeichert werden und wie sie miteinander verbunden sind, richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsfall. Ein passendes Datenmodell ist deshalb eine wichtige Grundlage für eine wartbare und später erweiterbare Webanwendung.
APIs und Schnittstellen kommen hinzu, wenn Daten oder Funktionen außerhalb der Webanwendung benötigt werden. Sie schaffen definierte Verbindungen zu anderen Anwendungen oder Diensten. Werden solche Verbindungen zu einem wesentlichen Bestandteil der Lösung, sollte die API-Integration gezielt in die technische Architektur einbezogen werden.
Entscheidend ist nicht ein einzelner Baustein, sondern ihr Zusammenspiel. Frontend, Backend, Datenbank und Schnittstellen sollten so aufgebaut sein, dass die Webanwendung ihre fachlichen Aufgaben zuverlässig erfüllt und zugleich Wartbarkeit, Sicherheit, Performance und spätere Erweiterungen berücksichtigt.
| Baustein | Aufgabe in der Webanwendung | Wichtige Aspekte |
|---|---|---|
| Frontend | Stellt Formulare, Ansichten, Tabellen, Dashboards und weitere Funktionen direkt im Browser bereit. | Nutzerführung, Responsiveness, Eingaben und verständliche Statusanzeigen. |
| Backend | Verarbeitet Fachlogik, Regeln, Berechtigungen, Berechnungen und Datenzugriffe. | Sicherheit, Performance, Fehlerbehandlung, Wartbarkeit und Erweiterbarkeit. |
| Datenbank | Speichert und strukturiert die für die Webanwendung benötigten Daten. | Datenmodell, Beziehungen, Datenqualität, Historisierung und Zugriffsrechte. |
| APIs & Schnittstellen | Verbinden die Webanwendung bei Bedarf mit anderen Anwendungen, Systemen oder externen Diensten. | Authentifizierung, Datenformate, Mapping, Fehlerbehandlung und Monitoring. |
| Validierung | Prüft Eingaben und fachliche Bedingungen, bevor Daten verarbeitet oder weitere Aktionen ausgeführt werden. | Technische und fachliche Prüfungen sowie verständliche Rückmeldungen an Nutzer. |
| Architektur | Verbindet die technischen Bausteine zu einer zusammenhängenden und wartbaren Anwendung. | Erweiterbarkeit, Sicherheit, Testing, Dokumentation und Betrieb. |
Rollen, Rechte, Workflows und Prozesslogik
Bei einer Webanwendung für Unternehmen ist entscheidend, welche Nutzer auf welche Daten, Funktionen und Prozessschritte zugreifen dürfen. Interne Teams, Kunden, Partner, Vertrieb, Service oder Administration benötigen häufig unterschiedliche Ansichten und Berechtigungen innerhalb derselben Anwendung.
Ein Rollen- und Rechtekonzept legt fest, welche Bereiche sichtbar sind und welche Aktionen einzelne Nutzergruppen ausführen können. Dazu gehören beispielsweise Daten anzeigen oder bearbeiten, Dokumente verwalten, Vorgänge freigeben, Auswertungen aufrufen oder administrative Funktionen nutzen.
Workflows verbinden einzelne Funktionen zu einem fachlichen Ablauf. Ein Vorgang kann beispielsweise erfasst, geprüft, kommentiert, freigegeben, weitergeleitet und anschließend an ein anderes System übergeben werden. Statuswerte, Bedingungen und Verantwortlichkeiten steuern dabei, welcher Prozessschritt als Nächstes möglich oder erforderlich ist.
Sollen definierte Schritte regelbasiert ausgelöst oder ohne manuelle Bearbeitung weitergeführt werden, kann eine Workflow-Automatisierung den Ablauf ergänzen. Innerhalb der Webanwendung sollten Rollen, Rechte, Statuslogik und Automatisierungsregeln aus dem fachlichen Prozess abgeleitet werden.
Webanwendungen mit bestehenden Unternehmenssystemen verbinden
Eine Webanwendung muss nicht alle benötigten Daten und Funktionen selbst verwalten. Informationen liegen häufig bereits in ERP, CRM, PIM, Warenwirtschaft, Shop oder weiteren Unternehmenssystemen vor und können je nach Anwendungsfall innerhalb der Webanwendung angezeigt, bearbeitet oder für fachliche Prozesse genutzt werden.
So kann die Webanwendung beispielsweise Kundendaten aus dem CRM anzeigen, Produktinformationen aus dem PIM verwenden, Auftragsdaten aus dem ERP einbeziehen oder Bestände aus der Warenwirtschaft bereitstellen. Neue Eingaben, Statusänderungen oder Ergebnisse können wiederum an die dafür vorgesehenen Systeme übergeben werden.
Entscheidend ist eine klare System- und Datenhoheit. Bereits bei der Konzeption sollte feststehen, welches System einen Datenbereich führend verwaltet, welche Informationen die Webanwendung lesen oder verändern darf und wie Aktualisierungen, Statusänderungen und Fehler zwischen den beteiligten Anwendungen behandelt werden.
Werden beispielsweise Kunden, Aufträge, Belege, Preise oder andere kaufmännische Daten aus einem ERP benötigt, kann eine passende ERP-Schnittstelle die Webanwendung mit dem ERP verbinden. Sollen mehrere Anwendungen und Datenflüsse innerhalb einer gemeinsamen Systemlandschaft aufeinander abgestimmt werden, ist die Systemintegration die weiterführende Ebene.
| System | Mögliche Rolle für die Webanwendung | Wichtige Aspekte |
|---|---|---|
| ERP | Stellt beispielsweise Kunden, Aufträge, Belege, Preise, Konditionen oder kaufmännische Prozessdaten bereit. | Datenhoheit, Nummernkreise, Statuswerte, Preislogik, Schreibrechte und Fehlerbehandlung. |
| CRM | Liefert je nach Anwendungsfall Kundendaten, Ansprechpartner, Aktivitäten, Vertriebsstatus, Tickets oder Serviceinformationen. | Berechtigungen, Datenschutz, Dubletten, Synchronisation und Zuständigkeiten. |
| PIM | Stellt Produktdaten, Attribute, Medien, Kategorien und weitere Produktinformationen zur Verfügung. | Datenqualität, Mapping, Pflichtfelder, Freigaben und Aktualisierungslogik. |
| Warenwirtschaft | Liefert beispielsweise Artikel, Bestände, Lagerorte, Verfügbarkeiten oder Lieferstatus. | Bestandslogik, Aktualität, Statuswerte, Lagerstrukturen und Fehlerbehandlung. |
| Shop | Kann Bestellungen, Kundendaten, Produktinformationen, Preise sowie Zahlungs- oder Versandstatus bereitstellen. | Shop-Prozesse, Kundengruppen, Statusrückmeldungen und definierte Schnittstellengrenzen. |
| Middleware | Kann Daten zwischen der Webanwendung und mehreren beteiligten Systemen verteilen, transformieren oder weiterleiten. | Mapping, Monitoring, Wiederholungen, Fehlerbehandlung und nachvollziehbare Datenflüsse. |
Webanwendung oder mobile App: Welche Lösung passt zum Einsatz?
Ob eine Webanwendung oder eine mobile App besser geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie und wo Nutzer auf die Anwendung zugreifen sollen. Eine Webanwendung wird über den Browser aufgerufen und eignet sich besonders für Business-Prozesse, die zentral und über unterschiedliche Arbeitsplätze oder Endgeräte bereitgestellt werden sollen.
Eine mobile App kann sinnvoll sein, wenn die Anwendung gezielt auf Smartphones oder Tablets eingesetzt wird und Funktionen des mobilen Endgeräts eine wichtige Rolle spielen. Dazu können beispielsweise Kamera, GPS, Push-Benachrichtigungen oder Anforderungen an die Nutzung mit eingeschränkter oder zeitweise fehlender Verbindung gehören.
Die Entscheidung betrifft nicht zwangsläufig die gesamte technische Architektur. Webanwendung und mobile App können beispielsweise dasselbe Backend, gemeinsame Geschäftslogik, Datenbanken oder APIs nutzen und lediglich unterschiedliche Benutzeroberflächen für verschiedene Einsatzsituationen bereitstellen.
Wenn der Anwendungsfall vor allem auf mobilen Endgeräten stattfindet oder entsprechende Gerätefunktionen benötigt, kann eine individuelle App Entwicklung die passendere Ausrichtung sein. Bei browserbasierten Business-Prozessen mit zentralem Zugriff bleibt dagegen die Webanwendung ein naheliegender Ansatz.
| Kriterium | Webanwendung | Mobile App |
|---|---|---|
| Zugriff | Direkt über einen Webbrowser, in der Regel ohne lokale Installation. | Über eine auf dem mobilen Endgerät installierte Anwendung. |
| Typischer Einsatz | Interne Business-Prozesse, Portale, Dashboards, Fachanwendungen, Verwaltung und browserbasierte Workflows. | Mobile Prozesse, Anwendungen für unterwegs und Nutzung auf Smartphones oder Tablets. |
| Endgeräte | Desktop, Notebook, Tablet und je nach Benutzeroberfläche auch Smartphone. | Vor allem Smartphones und Tablets mit mobilem Betriebssystem. |
| Gerätefunktionen | Je nach Browser und technischer Umsetzung nutzbar, aber nicht für jeden Anwendungsfall gleich geeignet. | Kann gezielt auf Funktionen wie Kamera, GPS oder Push-Benachrichtigungen ausgerichtet werden. |
| Bereitstellung | Zentrale Bereitstellung der Webanwendung; Nutzer rufen die aktuelle Version über den Browser auf. | Bereitstellung und Aktualisierung abhängig von Plattform, Architektur und gewähltem Verteilungsweg. |
| Backend & Systeme | Kann über APIs auf Backend-Dienste, Datenbanken und bestehende Unternehmenssysteme zugreifen. | Kann dieselben Backend-Dienste, APIs und Unternehmenssysteme wie eine Webanwendung verwenden. |
Was beeinflusst Kosten und Aufwand einer Webanwendung?
Die Kosten einer individuellen Webanwendung lassen sich nicht allein anhand der Anzahl von Seiten oder Bildschirmmasken bestimmen. Entscheidend ist, welchen fachlichen und technischen Umfang die Anwendung hat und welche Anforderungen im konkreten Projekt umgesetzt werden müssen.
Eine interne Webanwendung mit wenigen Rollen und klar abgegrenzten Funktionen hat einen anderen Entwicklungsaufwand als ein Kunden- oder Partnerportal mit umfangreichen Workflows, Berechtigungen, Dokumenten, Auswertungen und mehreren angebundenen Unternehmenssystemen.
Der Aufwand entsteht dabei nicht nur durch einzelne Funktionen. Auch Abhängigkeiten zwischen Daten, Regeln, Nutzerrechten und externen Systemen beeinflussen Konzeption, Entwicklung und Testing. Je mehr Varianten und Sonderfälle berücksichtigt werden müssen, desto umfangreicher kann die Umsetzung werden.
Für eine belastbare Aufwandsschätzung sollten deshalb die wesentlichen Anforderungen und Projektgrenzen vor der Entwicklung fachlich und technisch strukturiert werden. So lässt sich besser beurteilen, welche Bestandteile für die erste Umsetzung erforderlich sind und welche Funktionen gegebenenfalls später erweitert werden können.
Typische Risiken bei Webanwendungs-Projekten
Risiken bei Webanwendungs-Projekten entstehen häufig nicht erst bei der Programmierung. Wenn Ziele, Nutzer, Prozesse und Systemgrenzen zu Beginn nicht ausreichend geklärt sind, kann eine Anwendung technisch funktionieren und trotzdem an der tatsächlichen Arbeitsweise im Unternehmen vorbeigehen.
Auch Anforderungen, die sich erst im Projektverlauf konkretisieren, können Auswirkungen auf Benutzeroberfläche, Datenmodell oder Anwendungslogik haben. Deshalb ist es wichtig, zentrale Abläufe und Prioritäten früh zu verstehen und neue Anforderungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Projektumfang zu bewerten.
Ein weiteres Risiko sind unklare Systemgrenzen. Wenn nicht definiert ist, welches System bestimmte Daten führend verwaltet und welche Anwendung Informationen lesen oder verändern darf, können doppelte Pflege, widersprüchliche Daten oder schwer nachvollziehbare Prozessübergänge entstehen.
Auch der produktive Einsatz sollte früh mitgedacht werden. Reale Nutzer, unterschiedliche Berechtigungen, Fehlerfälle, Datenmengen und angebundene Systeme stellen andere Anforderungen als eine isolierte Entwicklungsumgebung. Testing, Sicherheit, Betrieb und Weiterentwicklung gehören deshalb zur Gesamtbetrachtung der Webanwendung.
| Projektrisiko | Mögliche Folge | Wie das Risiko reduziert werden kann |
|---|---|---|
| Unklarer Projektumfang | Neue Funktionen und Sonderfälle werden laufend ergänzt und verändern Aufwand, Architektur oder Zeitplanung. | Ziele, Kernfunktionen, Nutzergruppen und Prioritäten abgrenzen und neue Anforderungen bewusst hinsichtlich ihrer Auswirkungen bewerten. |
| Unvollständige Prozessanalyse | Wichtige Ausnahmen, Freigaben oder Verantwortlichkeiten werden erst während der Umsetzung sichtbar. | Zentrale Abläufe, Rollen, Entscheidungen und bekannte Sonderfälle vor der technischen Umsetzung nachvollziehen. |
| Unklare System- und Datenhoheit | Daten werden mehrfach gepflegt oder unterscheiden sich zwischen Webanwendung und angebundenen Systemen. | Führende Systeme, Lese- und Schreibrechte sowie Datenflüsse für relevante Datenbereiche eindeutig definieren. |
| Zu viele Sonderlösungen | Die Anwendung wird mit wachsendem Funktionsumfang schwieriger zu verstehen, testen und weiterzuentwickeln. | Wiederkehrende Regeln und Prozesse vereinheitlichen und individuelle Ausnahmen dort umsetzen, wo sie fachlich erforderlich sind. |
| Nutzer werden zu spät einbezogen | Masken und Workflows entsprechen technisch den Anforderungen, sind im Arbeitsalltag aber unnötig kompliziert oder unpraktisch. | Relevante Nutzergruppen früh in die Betrachtung von Anforderungen, Abläufen und Testszenarien einbeziehen. |
| Integrationen werden zu spät geplant | Schnittstellen, Datenformate oder Fehlerfälle erfordern nachträgliche Anpassungen an Datenmodell und Prozesslogik. | Benötigte Systeme, Datenflüsse und technische Schnittstellen bereits bei der Architektur der Webanwendung berücksichtigen. |
| Testing nur auf Einzelfunktionen | Einzelne Funktionen arbeiten korrekt, während Fehler erst im Zusammenspiel von Rollen, Workflows und Systemen sichtbar werden. | Neben Funktionstests auch relevante Rollen, Berechtigungen, Fehlerfälle und durchgängige End-to-End-Prozesse prüfen. |
Wie maexware individuelle Webanwendungen entwickelt
Bei der Entwicklung einer individuellen Webanwendung beginnt maexware nicht mit einer möglichst langen Funktionsliste, sondern mit dem konkreten Anwendungsfall. Welche Aufgaben sollen Nutzer erledigen, welche Abläufe sollen unterstützt werden und welche Daten oder bestehenden Systeme werden dafür benötigt?
Auf dieser Grundlage werden Funktionsumfang, Nutzerrollen, Fachlogik und technische Architektur aufeinander abgestimmt. Dabei wird auch geklärt, welche Aufgaben die Webanwendung selbst übernimmt und an welchen Stellen bestehende Unternehmenssysteme eingebunden werden sollen.
Die Umsetzung kann anschließend schrittweise erfolgen. Benutzeroberfläche, Backend, Datenverarbeitung und benötigte Integrationen werden entsprechend dem definierten Projektumfang entwickelt und im Zusammenspiel getestet. So lassen sich fachliche Abläufe und technische Abhängigkeiten nicht nur isoliert, sondern innerhalb der tatsächlichen Anwendung betrachten.
Auch die spätere Weiterentwicklung wird bei Architektur und Systemgrenzen berücksichtigt. Neue Funktionen, Nutzergruppen oder Integrationen können zusätzliche Anforderungen mitbringen, ohne dass die Webanwendung deshalb von Beginn an jeden denkbaren zukünftigen Anwendungsfall abbilden muss.
Häufige Fragen zur Webanwendung
Was ist eine Webanwendung? ▾
Wann ist eine individuelle Webanwendung sinnvoll? ▾
Was ist der Unterschied zwischen einer Webanwendung und einer mobilen App? ▾
Kann eine Webanwendung mit ERP, CRM oder anderen Systemen verbunden werden? ▾
Was kostet die Entwicklung einer individuellen Webanwendung? ▾
Kann eine Webanwendung später erweitert werden? ▾
Wie läuft die Entwicklung einer individuellen Webanwendung ab? ▾
Individuelle Webanwendung für Ihr Unternehmen entwickeln lassen
Wenn Standardsoftware einen konkreten Business-Prozess nicht passend abbildet oder bestehende Systeme um individuelle Funktionen und eine browserbasierte Benutzeroberfläche ergänzt werden sollen, kann eine eigene Webanwendung die passende Lösung sein.
maexware entwickelt individuelle Webanwendungen auf Basis der fachlichen Anforderungen und der bestehenden Systemlandschaft. Projektumfang und technische Umsetzung werden dabei so aufeinander abgestimmt, dass die Webanwendung den konkreten Anwendungsfall sinnvoll unterstützt.
