Datenmigration für sichere Systemwechsel
Datenmigration hilft Unternehmen, Daten aus Altsystemen strukturiert zu analysieren, zu bereinigen, zu transformieren und in neue Zielsysteme zu übertragen – etwa bei ERP-Wechsel, Shop-Relaunch, PIM-Einführung oder Systemablösung.
Wenn Systeme gewechselt oder modernisiert werden, beeinflusst die Vorbereitung der Datenmigration wesentlich, wie gut Daten im neuen Zielsystem genutzt werden können. Kunden-, Artikel-, Lieferanten-, Preis-, Produkt- oder Auftragsdaten liegen häufig in unterschiedlichen Strukturen, Formaten und Qualitätsständen vor. Ohne strukturierte Vorbereitung können bestehende Datenfehler oder ungeeignete Strukturen in das neue System übernommen werden.
Eine strukturierte Datenmigration beginnt deshalb nicht erst beim Import. Vor der eigentlichen Datenübertragung sollten Quellsysteme analysiert, relevante Datenbestände ausgewählt, Datenqualität bewertet, Dubletten und Pflichtfelder geprüft sowie Feldzuordnungen und Anforderungen des Zielsystems geklärt werden. Auf dieser Grundlage lassen sich Mapping, Transformation, Testmigration und Validierung nachvollziehbar vorbereiten.
maexware unterstützt Unternehmen dabei, Datenmigration als eigenen Projektbaustein eines Systemwechsels zu planen und technisch umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen die Analyse vorhandener Daten, ihre Vorbereitung für das Zielsystem, Mapping und Transformation sowie Testmigration, Validierung und finale Datenübernahme.
Warum Datenmigration bei Systemwechseln wichtig ist
Eine Datenmigration ist ein zentraler Bestandteil vieler Systemwechsel. Wie gut Daten für das neue Zielsystem vorbereitet werden, beeinflusst wesentlich, wie nachvollziehbar sie nach der Umstellung genutzt werden können. Unvollständige, doppelte oder fachlich ungeeignete Daten aus dem Altsystem können sonst in das neue Zielsystem übernommen werden.
Besonders bei ERP-Wechsel, Shop-Relaunch, PIM-Einführung, Warenwirtschaftswechsel oder CRM-Migration treffen bestehende Datenbestände häufig auf neue Strukturen, Pflichtfelder und Systemlogiken. Kundenadressen, Artikelnummern, Preis- und Konditionsdaten, Lieferanteninformationen, Produktdaten, Bestellungen oder historische Daten müssen deshalb daraufhin geprüft werden, wie sie im Zielsystem weiterverwendet werden sollen.
Wird eine Datenmigration nicht ausreichend vorbereitet, können unvollständige Datensätze, Dubletten, ungeeignete Feldzuordnungen, fehlende Beziehungen, ungültige Formate oder nicht passende Werte entstehen. Solche Abweichungen werden teilweise erst bei Tests oder nach dem Go-live sichtbar und können zusätzliche Korrekturen und Abstimmungen erforderlich machen.
Eine strukturierte Datenmigration hilft dabei, diese Risiken früher sichtbar zu machen. Dazu werden relevante Datenbestände analysiert, bereinigt, dem Zielsystem zugeordnet, bei Bedarf transformiert sowie in Testmigrationen und fachlichen Prüfungen kontrolliert. So lässt sich die finale Datenübernahme gezielter auf Prozesse und Nutzung im neuen System vorbereiten.
Typische Szenarien für Datenmigration
Datenmigration wird relevant, wenn Daten aus bestehenden Anwendungen in eine neue Systemumgebung übernommen werden sollen. Das kann ein vollständiger Systemwechsel sein, aber auch ein Relaunch, eine Konsolidierung, eine neue Plattform oder die Ablösung einzelner Anwendungen.
Typische Szenarien sind ERP-Wechsel, Shop-Relaunch, PIM-Einführung, Warenwirtschaftswechsel, CRM-Migration oder die Zusammenführung mehrerer Datenquellen. Je nach Projekt müssen Quellsysteme, Datenstrukturen, Zielanforderungen, Feldzuordnungen, Datenqualität und Testmigrationen unterschiedlich vorbereitet werden.
Auch die zu übernehmenden Daten unterscheiden sich je nach Szenario. Bei einem ERP-Wechsel stehen häufig Kunden, Artikel, Lieferanten, Preis- und Konditionsdaten, Belege oder historische Informationen im Mittelpunkt. Bei einem Shop-Relaunch können Produktdaten, Kategorien, Kundenkonten, Bestellungen, Medien oder SEO-relevante Daten relevant sein. Bei einer PIM-Einführung liegt der Fokus vor allem auf bestehenden Produktinformationen und ihrer Überführung in die neue Datenstruktur.
| Szenario | Typische Daten | Worauf bei der Migration geachtet werden sollte |
|---|---|---|
| ERP-Wechsel | Kunden, Artikel, Lieferanten, Preis- und Konditionsdaten, Belege, Stammdaten und historische Daten. | Pflichtfelder, Dubletten, Belegbeziehungen, Nummernkreise, Preislogiken und Zielsystemstrukturen prüfen. |
| Shop-Relaunch | Produkte, Kategorien, Kundenkonten, Bestellungen, Medien, Produkttexte und SEO-relevante Daten. | URLs, Produktzuordnungen, Varianten, Medien, Kategorien und Bestellhistorien für die neue Shop-Struktur vorbereiten. |
| PIM-Einführung | Produktdaten, Attribute, Varianten, Kategorien, Medien, Sprachen und weitere Produktinformationen. | Bestehende Daten darauf prüfen, wie sie in Datenmodell, Attributlogik und Variantenstruktur des Zielsystems überführt werden sollen. |
| Warenwirtschaftswechsel | Artikel, Einheiten, Lagerdaten, Bestände, Lieferanten, Einkaufspreise und operative Handelsdaten. | Artikelstrukturen, Einheiten, Lagerlogik, Bestandsbezug und Anforderungen angrenzender Systeme berücksichtigen. |
| CRM-Migration | Kunden, Kontakte, Ansprechpartner, Beziehungen, Aktivitäten, Vertriebsdaten und Kommunikationshistorien. | Dubletten, Kontaktbeziehungen, Historien, Feldzuordnungen und projektrelevante Datenschutzanforderungen prüfen. |
| Systemkonsolidierung | Daten aus mehreren Quellen, Altsystemen, Tabellen, Datenbanken oder Teilanwendungen. | Datenquellen abgleichen, Dubletten erkennen, Zielstrukturen definieren und widersprüchliche Werte vor der Übernahme klären. |
Datenmigration vs. Datenintegration: der Unterschied
Datenmigration und Datenintegration hängen thematisch zusammen, beschreiben aber unterschiedliche Aufgaben. Eine Datenmigration ist in der Regel projektbezogen: Bestehende Daten werden aus einem Quell- oder Altsystem analysiert, aufbereitet, bei Bedarf transformiert und in ein neues Zielsystem übertragen. Typische Anlässe sind ERP-Wechsel, Shop-Relaunch, PIM-Einführung, CRM-Migration oder die Ablösung bestehender Systeme.
Datenintegration beschreibt dagegen den laufenden Datenaustausch zwischen mehreren Anwendungen. Dabei können Schnittstellen, APIs, Synchronisationen oder andere technische Verbindungen genutzt werden, damit ERP, Shop, PIM, Warenwirtschaft, CRM oder weitere Systeme im Betrieb Daten miteinander austauschen.
Vereinfacht gesagt: Datenmigration überträgt bestehende Daten in ein neues Zielsystem. Datenintegration verbindet Systeme für den wiederkehrenden Datenaustausch. Beide Themen können innerhalb eines Systemprojekts aufeinander folgen oder parallel relevant werden, unterscheiden sich jedoch in Ziel, Ablauf und zeitlichem Schwerpunkt.
Wenn nach einer Migration mehrere Anwendungen dauerhaft Daten austauschen sollen, ist die Datenintegration eine passende Vertiefung. Für die Datenmigration selbst stehen dagegen Auswahl und Vorbereitung der Daten, Mapping, Transformation, Testmigration, Validierung und finale Datenübernahme im Mittelpunkt.
| Bereich | Datenmigration | Datenintegration |
|---|---|---|
| Ziel | Bestehende Daten aus einem Quell- oder Altsystem in ein neues Zielsystem übertragen. | Mehrere Systeme für einen laufenden Datenaustausch miteinander verbinden. |
| Typischer Zeitpunkt | Bei Systemwechsel, ERP-Wechsel, Shop-Relaunch, PIM-Einführung oder Ablösung bestehender Anwendungen. | Im laufenden Betrieb, wenn mehrere aktive Systeme regelmäßig Daten austauschen sollen. |
| Fokus | Analyse, Auswahl, Bereinigung, Mapping, Transformation, Testmigration, Validierung und finale Datenübernahme. | Schnittstellen, APIs, Synchronisationen und wiederkehrende Datenflüsse zwischen Anwendungen. |
| Typische Risiken | Unvollständige, ungeeignete oder falsch zugeordnete Daten können in das Zielsystem übernommen werden. | Abweichende Datenstände, fehlgeschlagene Übertragungen oder nicht abgestimmte Synchronisationsprozesse können entstehen. |
| Ergebnis | Ein vorbereiteter Datenbestand steht nach der Migration im neuen Zielsystem für weitere Prüfungen und Prozesse zur Verfügung. | Beteiligte Systeme können im laufenden Betrieb Daten nach definierten Regeln miteinander austauschen. |
Welche Daten migriert werden sollten
Welche Daten in ein neues Zielsystem übernommen werden sollten, hängt vom Projektumfang, von den zukünftigen Prozessen und von den Anforderungen des Zielsystems ab. Nicht jeder Datenbestand aus dem Altsystem muss automatisch migriert werden. Deshalb sollte früh geklärt werden, welche Daten weiterhin aktiv benötigt werden, welche nur historisch relevant sind und welche nicht mehr in das neue System übernommen werden sollen.
Häufig stehen Stammdaten im Mittelpunkt einer Datenmigration: Kunden, Artikel, Lieferanten, Preis- und Konditionsdaten, Produktdaten, Kategorien oder Ansprechpartner. Je nach Projekt können auch Bewegungsdaten, Bestellungen, Belege, Lagerdaten, Historien, Medien, SEO-relevante Daten oder Kommunikationsdaten Teil des Migrationsumfangs sein.
Vor der Migration sollte deshalb für jeden relevanten Datenbereich entschieden werden, ob Daten vollständig übernommen, bereinigt, transformiert, archiviert oder ausgeschlossen werden. Dadurch lässt sich vermeiden, dass veraltete, doppelte oder fachlich nicht mehr benötigte Bestände ungeprüft in das Zielsystem gelangen.
Auch Beziehungen zwischen Daten sollten bei dieser Auswahl berücksichtigt werden. Kunden können mit Ansprechpartnern, Bestellungen oder Konditionen verknüpft sein, Artikel mit Preisen, Kategorien oder Lieferanten und Produktdaten mit Varianten oder Medien. Deshalb sollte nicht nur die einzelne Datenmenge, sondern auch ihre fachliche Bedeutung im Zielsystem bewertet werden.
Wenn bei einer Migration umfangreiche produktbezogene Daten betroffen sind, kann die PIM-Integration und Produktdaten eine passende Vertiefung sein. Für die Datenmigration selbst bleibt jedoch entscheidend, welche Bestände in welcher Form in das neue Zielsystem übernommen werden sollen.
| Datenbereich | Typische Beispiele | Wichtige Migrationsfrage |
|---|---|---|
| Kundenstammdaten | Kundennummern, Adressen, Ansprechpartner, Liefer- und Rechnungsadressen, Kundengruppen sowie Konditionen. | Welche Kundendaten werden im Zielsystem weiterhin benötigt und welche Dubletten oder veralteten Datensätze sollten vorab bereinigt werden? |
| Artikelstammdaten | Artikelnummern, Bezeichnungen, Einheiten, Warengruppen, Steuerinformationen, Lagerbezug und weitere Basisdaten. | Wie müssen Artikelstruktur, Nummernkreise, Einheiten und Pflichtfelder für das neue Zielsystem vorbereitet werden? |
| Produktdaten | Produktnamen, Attribute, Varianten, Kategorien, Medien, Beschreibungen, Sprachen und weitere Produktinformationen. | Welche Produktinformationen werden im Zielsystem benötigt und wie sollen bestehende Strukturen übernommen oder angepasst werden? |
| Preis- und Konditionsdaten | Preislisten, Rabatte, Kundengruppenpreise, Einkaufspreise, Gültigkeiten, Währungen und Sonderkonditionen. | Welche Preislogiken, Gültigkeiten und Zuordnungen müssen in die neue Systemlogik überführt werden? |
| Lieferantendaten | Lieferantennummern, Ansprechpartner, Konditionen, Zahlungsbedingungen, Lieferzeiten und Einkaufsinformationen. | Welche Lieferanteninformationen werden für Einkauf, Warenwirtschaft, ERP und weitere Prozesse weiterhin benötigt? |
| Bewegungsdaten und Historien | Bestellungen, Belege, Rechnungen, Lagerbewegungen, Aktivitäten, Kommunikationshistorien oder Projektdaten. | Welche historischen Daten sollen migriert werden und welche können außerhalb des Zielsystems archiviert bleiben? |
Datenqualität und Datenbereinigung vor der Migration
Die Qualität der Ausgangsdaten beeinflusst wesentlich, wie gut eine Datenmigration vorbereitet und im Zielsystem geprüft werden kann. Werden unvollständige, doppelte, veraltete oder widersprüchliche Daten aus dem Altsystem unverändert übernommen, können bestehende Probleme auch im neuen System erneut auftreten. Deshalb sollte Datenbereinigung ein fester Bestandteil der Migrationsvorbereitung sein.
Typische Aufgaben sind die Prüfung von Pflichtfeldern, die Bereinigung von Dubletten, die Vereinheitlichung von Schreibweisen, die Korrektur ungültiger Werte und die Bewertung historischer Datenbestände. Auch Formate, Einheiten, Nummernkreise, Kategorien, Preislogiken oder Beziehungen zwischen Datensätzen sollten vor der Übernahme nachvollziehbar geprüft werden.
Wichtig ist dabei, Daten nicht nur technisch zu korrigieren, sondern auch fachlich zu bewerten. Ein Datensatz kann formal gültig sein, aber fachlich veraltet, doppelt oder für das Zielsystem nicht mehr relevant. Deshalb sollten Datenqualität, zukünftige Prozesse und Anforderungen des Zielsystems gemeinsam betrachtet werden.
Besonders bei Kunden-, Artikel-, Lieferanten-, Preis- und Konditionsdaten sowie produktbezogenen Informationen kann eine frühe Bereinigung dabei helfen, Abweichungen bereits vor Testmigration und finaler Datenübernahme sichtbar zu machen. Dadurch lassen sich Mapping, Transformation und fachliche Prüfung gezielter vorbereiten.
Mapping und Transformation ins Zielsystem
Bei einer Datenmigration reicht es häufig nicht aus, Daten aus dem Altsystem zu exportieren und unverändert in das neue Zielsystem zu importieren. Quell- und Zielsystem können sich bei Feldnamen, Datenmodellen, Pflichtfeldern, Formaten, Nummernkreisen, Kategorien oder Beziehungen zwischen Datensätzen deutlich unterscheiden.
Deshalb sollte für relevante Datenbereiche ein nachvollziehbares Mapping definiert werden. Dabei wird festgelegt, welches Feld aus dem Quellsystem welchem Feld im Zielsystem zugeordnet wird, welche Werte übernommen, angepasst, zusammengeführt oder ausgeschlossen werden und wie bestehende Beziehungen zwischen Datensätzen behandelt werden sollen.
Transformation bedeutet, Daten so anzupassen, dass sie zur Struktur und Logik des Zielsystems passen. Das kann einfache Formatänderungen betreffen, aber auch weitergehende Regeln: Kategorien werden neu zugeordnet, Variantenstrukturen angepasst, Preislogiken überführt, Kundengruppen neuen Werten zugeordnet oder bestehende Statuswerte in die Logik des Zielsystems übersetzt.
maexware betrachtet Mapping und Transformation sowohl fachlich als auch technisch. Feldzuordnungen, Datenmodelle, Pflichtfelder, Wertebereiche, Beziehungen und Anforderungen des Zielsystems werden dabei gemeinsam betrachtet, damit die Datenübernahme nachvollziehbar vorbereitet und in Testmigrationen geprüft werden kann.
| Aufgabe | Was dabei geklärt wird | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
| Feldmapping | Welche Felder aus dem Altsystem welchen Feldern im Zielsystem zugeordnet werden. | Hilft dabei, Daten nachvollziehbar den vorgesehenen Zielstrukturen zuzuordnen und Abweichungen früh sichtbar zu machen. |
| Formatumwandlung | Wie Datumswerte, Zahlen, Einheiten, Währungen, Telefonnummern, Adressen oder Statuswerte angepasst werden. | Unterstützt dabei, vorhandene Daten für Formate und Verarbeitung des Zielsystems vorzubereiten. |
| ID- und Nummernlogik | Wie Kundennummern, Artikelnummern, Lieferantennummern, Belegnummern oder interne IDs behandelt werden. | Hilft dabei, Eindeutigkeit, bestehende Referenzen und Nummernlogiken bei der Übernahme zu berücksichtigen. |
| Beziehungen | Wie Verknüpfungen zwischen Kunden, Ansprechpartnern, Artikeln, Preisen, Kategorien, Bestellungen oder Medien behandelt werden. | Unterstützt dabei, fachliche Zusammenhänge zwischen Datensätzen auch im Zielsystem nachvollziehbar abzubilden. |
| Wertetransformation | Wie bestehende Kategorien, Statuswerte, Kundengruppen, Preislogiken oder Produktattribute neuen Zielwerten zugeordnet werden. | Hilft dabei, Altdaten an Datenmodell, Prozesse und Regeln des neuen Systems anzupassen. |
| Ausschlussregeln | Welche Daten nicht migriert, archiviert oder nur eingeschränkt übernommen werden sollen. | Hilft dabei, veraltete, fachlich nicht mehr benötigte oder ungeeignete Datenbestände vor der Übernahme gezielt abzugrenzen. |
Testmigration, Validierung und Abnahme
Eine Datenmigration sollte nach Möglichkeit nicht erst bei der finalen Datenübernahme zum ersten Mal vollständig ausgeführt werden. Testmigrationen helfen dabei, Datenqualität, Feldzuordnungen, Transformationen, Pflichtfelder, Beziehungen und Anforderungen des Zielsystems früh zu prüfen. So können Abweichungen bereits vor dem produktiven Einsatz sichtbar werden.
Bei einer Testmigration werden ausgewählte oder vollständige Datenbestände probeweise in das Zielsystem übernommen. Anschließend wird geprüft, ob die vorgesehenen Daten angekommen sind, Formate und Feldzuordnungen passen, Beziehungen nachvollziehbar abgebildet werden und ausgewählte Prozesse mit den migrierten Daten getestet werden können.
Validierung bedeutet, die migrierten Daten fachlich und technisch zu kontrollieren. Dazu können Stichproben, Abgleiche zwischen Quell- und Zielsystem, Prüfungen von Pflichtfeldern, Mengen oder Summen sowie Tests von Suchfunktionen, Prozessdurchläufen und Auswertungen gehören.
Auf Basis dieser Prüfungen können Mapping, Transformationen und Migrationsregeln weiter angepasst werden. Erst wenn die vorgesehenen Testfälle, Validierungen und fachlichen Abnahmen ausreichend durchgeführt wurden, sollte die finale Datenübernahme vorbereitet werden.
Finale Datenübernahme und Cutover vorbereiten
Nach Testmigration, Validierung und fachlicher Abnahme folgt die Vorbereitung der finalen Datenübernahme. Dabei wird festgelegt, wann die produktive Migration stattfindet, welche Daten zum letzten gültigen Stand übernommen werden und wie mit Änderungen zwischen Testlauf und Go-live umgegangen wird.
Besonders wichtig ist die Abgrenzung des finalen Datenbestands. Je nach Projekt kann zwischen vollständiger Neuübernahme, Delta-Daten seit der letzten Testmigration oder einzelnen nachzuladenden Datenbereichen unterschieden werden. Dadurch lässt sich genauer planen, welche Daten unmittelbar vor dem Produktivstart noch exportiert, transformiert, importiert und geprüft werden sollen.
Auch Zeitfenster und Reihenfolge der Übernahme sollten vorab abgestimmt werden. Wenn Kunden, Artikel, Preise, Bestände, Belege, Produktdaten oder weitere abhängige Datenbereiche zusammenhängen, kann die Reihenfolge der Migration beeinflussen, welche Beziehungen und Prozesse anschließend geprüft werden müssen.
Für den Cutover sollte außerdem definiert werden, welche Prüfungen direkt nach der finalen Datenübernahme erfolgen, wer die fachliche Kontrolle übernimmt und wie mit auffälligen oder unvollständigen Datensätzen umgegangen wird. So lässt sich der Wechsel vom Altsystem zum Zielsystem nachvollziehbarer vorbereiten.
Datenmigration bei ERP-Wechsel, Shop-Relaunch und PIM-Einführung
Datenmigration spielt bei ERP-Wechsel, Shop-Relaunch und PIM-Einführung eine wichtige Rolle, weil bestehende Datenbestände auf neue Strukturen, Pflichtfelder und Systemlogiken treffen. Deshalb sollten relevante Daten vor der Übernahme fachlich und technisch darauf vorbereitet werden, wie sie im neuen Zielsystem genutzt werden sollen.
Bei einem ERP-Wechsel betrifft die Datenmigration häufig Kunden-, Artikel- und Lieferantendaten, Preis- und Konditionsdaten, Belege sowie historische Informationen. Dabei sollte geprüft werden, wie Nummernkreise, Pflichtfelder, Beziehungen und bestehende Datenstrukturen in die Logik des neuen ERP-Systems überführt werden.
Bei einem Shop-Relaunch stehen häufig Produktdaten, Kategorien, Varianten, Kundenkonten, Bestellungen, Medien, URLs und SEO-relevante Informationen im Mittelpunkt. Wichtig ist dabei, bestehende Zuordnungen und Strukturen daraufhin zu prüfen, wie sie im neuen Shop weiterverwendet oder angepasst werden sollen.
Bei einer PIM-Einführung werden bestehende Produktinformationen in eine neue Produktdatenstruktur überführt. Dazu können Attribute, Varianten, Kategorien, Medien, Sprachen und weitere produktbezogene Informationen gehören. Entscheidend ist, wie diese Bestände auf das Datenmodell und die Anforderungen des neuen PIM-Systems abgebildet werden sollen.
Bei einem ERP-Systemwechsel bietet die ERP-Migration eine passende Vertiefung zum gesamten Wechselprojekt. Für einen Shop-Wechsel kann der Online-Shop-Relaunch relevant sein. Stehen umfangreiche Produktdaten und neue Produktdatenstrukturen im Mittelpunkt, bietet die PIM-Integration und Produktdaten eine fachliche Vertiefung.
| Projekt | Typische Migrationsdaten | Wichtiger Fokus |
|---|---|---|
| ERP-Wechsel | Kunden, Artikel, Lieferanten, Preis- und Konditionsdaten, Belege sowie historische Informationen. | Pflichtfelder, Nummernkreise, Belegbeziehungen, Preislogiken und Zielsystemstrukturen bei der Übernahme berücksichtigen. |
| Shop-Relaunch | Produkte, Kategorien, Varianten, Kundenkonten, Bestellungen, Medien, URLs und SEO-relevante Daten. | Produktzuordnungen, Kategorien, Varianten, Medien, Weiterleitungen und Bestellhistorien für die neue Shop-Struktur vorbereiten. |
| PIM-Einführung | Produktinformationen, Attribute, Varianten, Medien, Sprachen, Kategorien und weitere produktbezogene Daten. | Bestehende Daten auf Datenmodell, Attributlogik, Variantenstruktur und Anforderungen des neuen PIM-Systems abbilden. |
| Warenwirtschaftswechsel | Artikel, Einheiten, Bestände, Lagerdaten, Lieferanten, Einkaufspreise und weitere operative Daten. | Artikelstruktur, Einheiten, Lagerlogik, Bestandsbezug und Anforderungen angrenzender Systeme bei der Migration berücksichtigen. |
| CRM-Migration | Kunden, Kontakte, Ansprechpartner, Beziehungen, Aktivitäten, Vertriebsdaten und Kommunikationshistorien. | Dubletten, Kontaktbeziehungen, Historien, Zuständigkeiten und Feldzuordnungen vor der Übernahme prüfen. |
Risiken und typische Fehler bei Datenmigrationen
Probleme bei Datenmigrationen entstehen häufig nicht durch einen einzelnen technischen Schritt, sondern durch unzureichend vorbereitete Datenbestände, Zielsystemanforderungen, Feldzuordnungen, Datenqualität oder Testmigrationen. Abweichungen werden dann teilweise erst während der Tests oder nach dem Produktivstart sichtbar.
Typische Risiken sind unvollständige Daten, ungeeignete Feldzuordnungen, nicht nachvollziehbar übernommene Beziehungen, nicht bereinigte Dubletten, ungültige Formate oder fehlende Pflichtfelder. Auch zu umfangreich übernommene Altdaten können zusätzlichen Aufwand verursachen, wenn historische oder fachlich nicht mehr benötigte Bestände ungeprüft in das Zielsystem gelangen.
Ein weiteres Risiko entsteht, wenn Datenmigration ausschließlich technisch betrachtet wird. Ein Import kann formal durchlaufen, während fachlich weiterhin Abweichungen bestehen: Preislogiken passen nicht zur neuen Struktur, Produktvarianten sind ungeeignet zugeordnet, Kundengruppen fehlen, Kategorien werden unvollständig übernommen oder Belegbeziehungen lassen sich im Zielsystem nicht wie vorgesehen nachvollziehen.
Deshalb sollten Risiken früh dokumentiert und durch Datenanalyse, Bereinigung, Mapping, Transformation, Testmigrationen, Validierung und fachliche Abnahme gezielt bearbeitet werden. Dadurch lässt sich die finale Datenübernahme besser vorbereiten und notwendige Korrekturen können früher eingeplant werden.
Was beeinflusst Aufwand und Umfang einer Datenmigration?
Aufwand und Umfang einer Datenmigration hängen nicht allein von der Anzahl der zu übertragenden Datensätze ab. Entscheidend sind auch Anzahl und Struktur der Quellsysteme, Qualität der vorhandenen Daten, Unterschiede zwischen Quell- und Zielmodell sowie die Frage, welche Daten migriert, transformiert, archiviert oder ausgeschlossen werden sollen.
Ein Projekt mit wenigen klar strukturierten Stammdaten stellt andere Anforderungen als eine Migration mit Kunden-, Artikel-, Lieferanten-, Preis-, Produkt- und Bewegungsdaten aus mehreren Altsystemen. Zusätzlicher Abstimmungsbedarf kann entstehen, wenn Dubletten bereinigt, historische Daten bewertet, unterschiedliche Formate vereinheitlicht oder komplexe Beziehungen zwischen Datensätzen erhalten werden sollen.
Auch Mapping und Transformation beeinflussen den Projektumfang. Je stärker sich Feldstrukturen, Werte, IDs, Kategorien, Nummernlogiken oder Beziehungen zwischen Quell- und Zielsystem unterscheiden, desto umfangreicher können Zuordnung, Transformationsregeln und anschließende Prüfungen werden.
Hinzu kommen Testmigrationen, fachliche Validierung und die Vorbereitung der finalen Datenübernahme. Je nach Datenmenge, Kritikalität und Zielsystem können mehrere Testläufe und Korrekturschleifen sinnvoll sein, bevor der finale Datenstand für den Produktivstart vorbereitet wird.
Welche Schritte tatsächlich notwendig sind, sollte deshalb anhand der vorhandenen Datenbestände, des Zielsystems und der fachlichen Anforderungen bewertet werden. Nicht jede Datenmigration benötigt denselben Bereinigungs-, Transformations- oder Testumfang.
Wie maexware Datenmigration unterstützt
maexware unterstützt Unternehmen dabei, Datenmigration strukturiert vorzubereiten und technisch umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Export und Import, sondern die gesamte Vorbereitung der Datenübernahme: Analyse, Datenqualität, Bereinigung, Mapping, Transformation, Testmigration, Validierung und fachliche Abnahme.
Je nach Projekt betrachtet maexware vorhandene Quellsysteme, Datenbestände, Datenstrukturen, Pflichtfelder, Dubletten, Beziehungen und Anforderungen des Zielsystems. Daraus lässt sich eine nachvollziehbare Grundlage für Mapping, Transformation, Testmigration und finale Datenübernahme ableiten.
Wichtig ist dabei, Datenmigration fachlich und technisch gemeinsam zu betrachten. Daten sollten nicht nur übertragen, sondern daraufhin geprüft werden, wie sie im Zielsystem für Prozesse, Auswertungen, Pflichtfelder, Datenmodelle und weitere fachliche Anforderungen genutzt werden sollen.
Wenn nach der Migration mehrere Anwendungen dauerhaft Daten austauschen sollen, kann eine laufende Datenintegration eine passende Vertiefung sein. Die Datenmigration selbst konzentriert sich dagegen auf die strukturierte Übernahme bestehender Daten in das neue Zielsystem.
Häufige Fragen zur Datenmigration
Was bedeutet Datenmigration? ▾
Wann ist eine Datenmigration notwendig? ▾
Was ist der Unterschied zwischen Datenmigration und Datenintegration? ▾
Welche Daten werden bei einer Datenmigration übertragen? ▾
Warum ist Datenbereinigung vor der Migration wichtig? ▾
Was bedeutet Mapping bei einer Datenmigration? ▾
Warum sind Testmigrationen wichtig? ▾
Wie unterstützt maexware bei Datenmigration? ▾
Datenmigration als Grundlage für einen strukturierten Systemwechsel
Datenmigration ist mehr als der technische Export und Import von Daten. Entscheidend ist, vorhandene Datenbestände früh zu analysieren, ihren Migrationsumfang festzulegen und sie auf die Anforderungen des neuen Zielsystems vorzubereiten.
Datenqualität, Bereinigung, Mapping, Transformation, Testmigration und fachliche Validierung greifen dabei ineinander. Je klarer definiert ist, welche Daten übernommen, angepasst, archiviert oder ausgeschlossen werden sollen, desto nachvollziehbarer lässt sich die finale Datenübernahme vorbereiten.
Auch der Cutover sollte nicht isoliert betrachtet werden. Finaler Datenstand, Delta-Daten, Reihenfolge der Übernahme und Prüfungen nach der Migration sollten mit dem Zielsystem und den vorgesehenen Prozessen abgestimmt werden. So lässt sich der Wechsel vom Altsystem zum neuen System strukturiert begleiten.
