Ein Shopify Newsletter kann Unternehmen dabei unterstützen, bestehende Kunden regelmäßig zu erreichen, Produkte vorzustellen und automatisierte E-Mail-Kommunikation entlang des Kaufprozesses aufzubauen. Entscheidend ist dabei nicht nur der Inhalt der Newsletter, sondern auch die Wahl einer passenden Newsletter-App und deren Integration in Shopify.
Je nach Anbieter unterscheiden sich Shopify Newsletter Apps unter anderem bei Automatisierung, Segmentierung, Personalisierung, Vorlagen, Reporting und der Synchronisation von Kunden- und Bestelldaten. Welche Lösung geeignet ist, hängt deshalb stark von den Anforderungen des Shops, dem vorhandenen Datenbestand und den geplanten Kampagnen ab.
Dieser Artikel zeigt, welche Funktionen bei einem Shopify Newsletter wichtig sind, welche bekannten Tools für E-Mail-Marketing mit Shopify eingesetzt werden können und nach welchen Kriterien Unternehmen eine passende Newsletter-App auswählen sollten.
Shopify Newsletter Apps im Überblick
Für Shopify stehen verschiedene Newsletter- und E-Mail-Marketing-Lösungen zur Verfügung. Sie unterscheiden sich unter anderem bei Automatisierung, Segmentierung, Vorlagen, Reporting und der Nutzung von Kunden- und Bestelldaten. Welche App geeignet ist, hängt deshalb von den Anforderungen des Shops und der geplanten Newsletter-Strategie ab.
- Mailchimp: Eine etablierte E-Mail-Marketing-Plattform mit Funktionen für Kampagnen, Automatisierungen, Segmentierung und Auswertung. Shopify-Daten können je nach eingesetzter Integration für Zielgruppen und Kampagnen genutzt werden.
- Omnisend: Eine auf E-Commerce ausgerichtete Marketing-Plattform mit Funktionen für E-Mail-Kampagnen, Automatisierungen, Segmentierung und weitere Kommunikationskanäle.
- Klaviyo: Eine E-Mail- und Marketing-Automation-Plattform mit starkem Fokus auf E-Commerce-Daten, Segmentierung, automatisierte Flows und die Auswertung von Kundeninteraktionen.
- Brevo: Die Plattform, die früher unter dem Namen Sendinblue bekannt war, bietet Funktionen für E-Mail-Marketing, Automatisierung, Kontaktverwaltung und weitere Kommunikationskanäle.
- Privy: Ein Tool mit Fokus auf Lead-Generierung, Pop-ups und E-Mail-Marketing, das vor allem für die Gewinnung und Ansprache von Abonnenten eingesetzt werden kann.
Bei der Auswahl einer Shopify Newsletter App sollten Unternehmen weniger auf einzelne Funktionslisten und stärker auf den konkreten Einsatzzweck achten. Relevant sind zum Beispiel die benötigten Automatisierungen, die gewünschte Segmentierung, verfügbare Integrationen, Reporting-Funktionen, Datenschutzanforderungen und die Kostenstruktur.
Weitere Informationen zur eingesetzten Shop-Plattform finden Sie auf unserer Seite zu Shopify-Lösungen für E-Commerce-Projekte.
Zielgruppen für Shopify Newsletter definieren
Bevor Unternehmen einen Shopify Newsletter versenden oder automatisierte E-Mail-Kampagnen einrichten, sollten sie festlegen, welche Empfänger mit welchen Inhalten angesprochen werden sollen. Eine einheitliche Nachricht an den gesamten Verteiler ist nicht für jedes Szenario sinnvoll.
Für die Bildung relevanter Zielgruppen können je nach vorhandenen Daten unterschiedliche Kriterien genutzt werden:
- Kaufhistorie: Kunden können beispielsweise nach gekauften Produkten, Produktkategorien oder vergangenen Bestellungen unterschieden werden.
- Kaufhäufigkeit: Erstkäufer, wiederkehrende Kunden und besonders aktive Käufer können unterschiedliche Informationen oder Angebote erhalten.
- Interessen und Produktpräferenzen: Klicks, Anmeldedaten oder bisherige Interaktionen können Hinweise darauf geben, welche Themen oder Produktbereiche für einzelne Empfänger relevant sind.
- Interaktionsverhalten: Je nach Newsletter-App können Öffnungen, Klicks oder andere verfügbare Interaktionen genutzt werden, um aktive und weniger aktive Empfänger voneinander zu unterscheiden.
- Aktivität: Es kann sinnvoll sein, aktive Abonnenten von Kontakten zu unterscheiden, die Newsletter über einen längeren Zeitraum nicht geöffnet oder angeklickt haben.
- Standort und Sprache: Bei internationalen Shopify-Shops können Region, Sprache, Währung oder Liefergebiet für die Segmentierung relevant sein.
- Kundenstatus: Je nach Geschäftsmodell können beispielsweise Interessenten, Erstkäufer, wiederkehrende Kunden oder andere definierte Kundengruppen getrennt angesprochen werden.
- Phase im Kundenlebenszyklus: Newsletter-Inhalte können sich danach unterscheiden, ob sich ein Kontakt noch vor dem ersten Kauf befindet, gerade bestellt hat oder bereits mehrfach im Shop gekauft hat.
Welche Segmentierung möglich ist, hängt davon ab, welche Kundendaten in Shopify und der eingesetzten Newsletter-App verfügbar sind und wie diese Systeme miteinander verbunden sind. Unternehmen sollten deshalb bereits bei der Auswahl einer Shopify Newsletter App prüfen, welche Daten für Segmente und Automatisierungen genutzt werden können.
Inhalte für Shopify Newsletter planen
Der Inhalt eines Shopify Newsletters sollte sich an Zielgruppe, Anlass und gewünschter Handlung orientieren. Statt jeden Empfänger mit denselben Informationen anzusprechen, können Unternehmen unterschiedliche Inhalte für einzelne Segmente und Kampagnentypen planen.
Typische Inhalte für Shopify Newsletter sind:
- Produktneuheiten: Neue Produkte, Varianten oder Sortimentsbereiche können gezielt vorgestellt werden, insbesondere wenn sie zu den bisherigen Interessen oder Käufen eines Segments passen.
- Aktionen und Rabatte: Zeitlich begrenzte Angebote, Rabattcodes oder Sonderaktionen können Bestandteil eines Newsletters sein, sollten aber klar kommuniziert und technisch korrekt im Shop hinterlegt sein.
- Produktempfehlungen: Je nach eingesetzter Newsletter-App und verfügbarer Datenbasis können Empfehlungen auf vergangenen Käufen, Interessen oder Produktkategorien basieren.
- Ratgeber und Anwendungstipps: Anleitungen, Nutzungshinweise oder ergänzende Informationen zu Produkten können einen Newsletter auch außerhalb klassischer Verkaufsaktionen relevant machen.
- Service- und Unternehmensinformationen: Änderungen bei Versand, Sortiment, Verfügbarkeit oder anderen shoprelevanten Themen können über den Newsletter kommuniziert werden.
- Personalisierte Inhalte: Wenn die eingesetzte Newsletter-App und die verfügbare Datenbasis dies unterstützen, können Inhalte beispielsweise nach Kundengruppe, Kaufhistorie oder Produktinteressen angepasst werden.
- Feedback und Umfragen: Newsletter können genutzt werden, um Rückmeldungen zu Produkten, Sortiment, Inhalten oder Einkaufserlebnis einzuholen. Je nach eingesetztem Tool können dafür Umfragen, verlinkte Formulare oder direkte Antworten auf die E-Mail genutzt werden.
Welche Inhalte sinnvoll sind, hängt von Zielgruppe und Kampagnenziel ab. Wichtig ist außerdem, dass Produktdaten, Preise, Verfügbarkeiten, Links und Rabattinformationen im Newsletter mit dem aktuellen Stand im Shopify-Shop übereinstimmen.
Call-to-Action im Shopify Newsletter richtig einsetzen
Ein Call-to-Action sollte im Shopify Newsletter klar erkennen lassen, welche Handlung nach dem Lesen erwartet wird. Je nach Kampagnenziel kann der CTA beispielsweise zu einem Produkt, einer Kategorie, einer Aktion, einem Ratgeber oder einer Anmeldung führen.
Wichtige Punkte bei der Gestaltung sind:
- Klare Formulierung: Der CTA sollte eindeutig beschreiben, wohin der Link führt oder welche Handlung ausgelöst wird, zum Beispiel „Produkt ansehen“, „Mehr erfahren“ oder „Zur Aktion“.
- Passender Kontext: Die Handlungsaufforderung sollte inhaltlich zum jeweiligen Newsletter-Abschnitt und zur Zielseite im Shopify-Shop passen.
- Gute Sichtbarkeit: Buttons oder verlinkte Elemente sollten auch auf mobilen Geräten gut erkennbar und bedienbar sein.
- Relevante Zielseite: Der Link sollte direkt auf die zum Inhalt passende Produkt-, Kategorie- oder Landingpage führen und keine unnötigen Zwischenschritte erzeugen.
- Konsistente Informationen: Preise, Rabatte, Verfügbarkeiten oder Aktionsbedingungen im Newsletter sollten mit den Angaben auf der verlinkten Shopify-Seite übereinstimmen.
- Varianten testen: Wenn die eingesetzte Newsletter-App entsprechende Funktionen bietet, können unterschiedliche Formulierungen, Platzierungen oder Varianten des CTA miteinander verglichen werden.
Wichtig ist, dass ein CTA nicht künstlich Dringlichkeit erzeugt. Zeitlich begrenzte Angebote oder Verfügbarkeiten sollten nur dann kommuniziert werden, wenn diese Bedingungen tatsächlich bestehen und im Shop eindeutig nachvollziehbar sind.
Shopify Newsletter automatisieren
Mit einer passenden Newsletter-App lassen sich viele E-Mail-Prozesse in Shopify automatisieren. Dabei werden Nachrichten nicht manuell zu einem festen Zeitpunkt versendet, sondern durch definierte Ereignisse oder Bedingungen ausgelöst.
Typische Anwendungsfälle für automatisierte Shopify Newsletter und E-Mail-Flows sind:
- Willkommensserien: Nach einer Newsletter-Anmeldung können neue Abonnenten automatisch eine oder mehrere vorbereitete E-Mails erhalten.
- Nachrichten nach einem Kauf: Je nach eingesetzter App können Folge-E-Mails auf Bestellungen, bestimmte Produkte oder Produktkategorien reagieren.
- Warenkorbabbrüche: Wenn die technischen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, können bestimmte Newsletter- oder Marketing-Lösungen automatisierte Erinnerungen für nicht abgeschlossene Kaufprozesse unterstützen.
- Reaktivierung: Kontakte, die über einen definierten Zeitraum nicht gekauft oder nicht mit E-Mails interagiert haben, können in eigene Automatisierungen aufgenommen werden.
- Kunden- und Produktsegmente: Automatisierte Kampagnen können je nach Datenbasis auf Kundengruppen, vergangenen Käufen oder bestimmten Produktinteressen aufbauen.
- Transaktionsbezogene Ereignisse: Bestimmte Systeme können Daten aus Bestellungen oder anderen Shopify-Ereignissen als Auslöser für weiterführende Marketing-Prozesse verwenden.
Welche Automatisierungen tatsächlich verfügbar sind, hängt von der eingesetzten Shopify Newsletter App, den verbundenen Datenquellen und dem jeweiligen Tarif ab. Unternehmen sollten deshalb prüfen, welche Shopify-Daten als Trigger, Bedingungen und Filter genutzt werden können und ob die benötigten Workflows mit der gewählten Lösung abbildbar sind.
Shopify Newsletter für mobile Geräte optimieren
Shopify Newsletter sollten auch auf Smartphones und Tablets gut lesbar und bedienbar sein. Da Darstellung und Verhalten je nach E-Mail-Client unterschiedlich ausfallen können, ist ein mobil optimiertes Template ebenso wichtig wie ein regelmäßiger Test vor dem Versand.
Wichtige Punkte sind:
- Klare Struktur: Inhalte sollten auch auf kleineren Bildschirmen schnell erfassbar sein. Kurze Absätze, eindeutige Überschriften und eine übersichtliche Reihenfolge helfen dabei.
- Gut bedienbare CTAs: Buttons und verlinkte Elemente sollten auf Touchscreens ausreichend groß und klar voneinander getrennt dargestellt werden.
- Optimierte Bilder: Bilder sollten in geeigneten Abmessungen eingebunden und für eine möglichst schnelle Darstellung vorbereitet werden.
- Lesbare Typografie: Schriftgrößen, Zeilenabstände und Kontraste sollten so gewählt werden, dass Inhalte auch auf mobilen Geräten problemlos gelesen werden können.
- Tests in verschiedenen E-Mail-Clients: Vor dem Versand sollten Newsletter in mehreren gängigen Clients und auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen geprüft werden, da HTML-E-Mails nicht überall identisch dargestellt werden.
Bei der Auswahl einer Shopify Newsletter App ist deshalb auch relevant, welche responsiven Vorlagen, Vorschaufunktionen und Testmöglichkeiten die jeweilige Lösung bietet.
Shopify Newsletter App mit Shopify integrieren
Wie gut eine Newsletter-App mit Shopify zusammenarbeitet, hängt vor allem davon ab, welche Daten zwischen Shop und Marketing-Lösung ausgetauscht werden können. Für viele Anwendungsfälle sind nicht nur E-Mail-Adressen relevant, sondern auch Bestellungen, Produkte, Kundenstatus und weitere Shop-Daten.
Bei der Integration sollten Unternehmen insbesondere auf folgende Punkte achten:
- Synchronisation von Kundendaten: Prüfen Sie, welche Kontaktdaten aus Shopify in die Newsletter-App übernommen werden und wie Änderungen zwischen den Systemen synchronisiert werden.
- Bestell- und Produktdaten: Je nach Lösung können vergangene Bestellungen, gekaufte Produkte, Produktkategorien oder weitere E-Commerce-Daten für Segmente, Empfehlungen und Automatisierungen genutzt werden.
- Einwilligungs- und Abmeldestatus: Relevant ist, wie Newsletter-Anmeldungen, Marketing-Einwilligungen und Abmeldungen zwischen Shopify und der eingesetzten App verarbeitet und synchron gehalten werden.
- Automatisierungs-Trigger: Unternehmen sollten prüfen, welche Shopify-Ereignisse als Auslöser für automatisierte E-Mails verwendet werden können, beispielsweise eine Bestellung, eine Anmeldung oder andere definierte Kundenaktionen.
- Segmentierung: Die Integration sollte die Daten bereitstellen, die für die geplanten Zielgruppen benötigt werden. Dazu können Kaufhistorie, Kundenstatus, Aktivität oder Produktinteressen gehören.
- Tracking und Reporting: Abhängig vom eingesetzten Tool können Kampagnen- und Shop-Daten miteinander verknüpft werden, um Klicks, Bestellungen oder andere definierte Aktionen auszuwerten.
- Datenqualität und Synchronisationslogik: Unternehmen sollten nachvollziehen können, welches System welche Daten führt, wie häufig Informationen aktualisiert werden und wie mit Dubletten oder widersprüchlichen Datensätzen umgegangen wird.
Welche Daten und Funktionen tatsächlich verfügbar sind, hängt von der jeweiligen Shopify Newsletter App, dem gewählten Tarif und der technischen Integration ab. Deshalb sollte vor der Einführung geprüft werden, welche Daten für Newsletter, Segmente und Automatisierungen benötigt werden und ob die gewählte Lösung diese Anforderungen unterstützt.
Shopify Newsletter analysieren: Wichtige Kennzahlen im Überblick
Die Analyse von Shopify Newslettern hilft Unternehmen dabei, Kampagnen und Automatisierungen systematisch zu bewerten. Welche Kennzahlen verfügbar sind, hängt von der eingesetzten Newsletter-App, dem Tracking-Setup und der Verbindung zu Shopify ab.
Zu den wichtigsten Kennzahlen gehören:
- Öffnungsrate: Sie zeigt, wie viele Empfänger eine E-Mail geöffnet haben. Die Aussagekraft kann jedoch durch technische Datenschutz- und Tracking-Mechanismen eingeschränkt sein und sollte deshalb nicht isoliert bewertet werden.
- Klickrate: Sie zeigt, wie häufig Empfänger auf Links innerhalb eines Newsletters geklickt haben und welche Inhalte oder CTAs besonders häufig genutzt wurden.
- Conversion-Tracking: Wenn Newsletter-App und Shopify entsprechend verbunden sind, kann nachvollzogen werden, ob Klicks zu definierten Aktionen wie Bestellungen, Anmeldungen oder anderen Zielen geführt haben.
- Abmelderate: Sie zeigt, wie viele Empfänger sich nach einer Kampagne vom Newsletter abgemeldet haben. Veränderungen können Hinweise auf Inhalte, Versandfrequenz oder Zielgruppenansprache geben.
- Bounce-Rate: Nicht zustellbare E-Mails können auf veraltete oder fehlerhafte Kontaktdaten hinweisen und sollten bei der Bewertung der Verteilerqualität berücksichtigt werden.
- Ergebnisse nach Segment: Kampagnen können nach Zielgruppen, Kundengruppen oder anderen Segmenten ausgewertet werden, sofern die eingesetzte Newsletter-App diese Daten bereitstellt.
- Automatisierungsleistung: Bei automatisierten Flows ist relevant, welche Trigger ausgelöst wurden, wie einzelne E-Mails innerhalb eines Workflows performen und an welchen Stellen Kontakte den Prozess verlassen.
- Qualitatives Feedback: Rückmeldungen aus Umfragen, Formularen oder direkten Antworten können ergänzend zu Kennzahlen wie Klick- oder Abmelderate ausgewertet werden.
Einzelne Kennzahlen sollten nicht isoliert betrachtet werden. Aussagekräftiger ist der Vergleich mehrerer Kampagnen, Segmente und Zeiträume sowie die Verbindung von Newsletter-Daten mit tatsächlich messbaren Shop-Aktionen in Shopify.
Vorlagen und Editoren für Shopify Newsletter
Vorlagen und Editoren beeinflussen, wie schnell Unternehmen Newsletter erstellen und an das eigene Erscheinungsbild anpassen können. Je nach Shopify Newsletter App unterscheiden sich die Möglichkeiten bei Layout, Design, wiederverwendbaren Bausteinen und Tests deutlich.
Bei der Auswahl einer Lösung sind insbesondere folgende Punkte relevant:
- Vorgefertigte Vorlagen: Templates können den Einstieg erleichtern, insbesondere wenn sie für typische E-Commerce-Anwendungsfälle wie Produktneuheiten, Aktionen oder saisonale Kampagnen vorbereitet sind.
- Drag-and-Drop-Editor: Ein visueller Editor ermöglicht es, Inhalte ohne umfangreiche HTML-Kenntnisse zusammenzustellen und bestehende Layouts anzupassen.
- Anpassung an das Corporate Design: Farben, Schriften, Logos, Bilder und weitere Gestaltungselemente sollten sich an die visuelle Identität des Unternehmens anpassen lassen.
- Wiederverwendbare Inhaltsbausteine: Speichbare Abschnitte für Header, Footer, Produktblöcke oder Call-to-Actions können die Erstellung wiederkehrender Kampagnen vereinfachen.
- Produktinhalte aus Shopify: Je nach App können Produkte oder andere Shop-Inhalte direkt in Newsletter übernommen werden. Relevant ist dabei, welche Produktdaten verfügbar sind und wie aktuell diese übernommen werden.
- Vorschau und Testversand: Vor dem Versand sollte geprüft werden können, wie der Newsletter dargestellt wird und ob Links, Bilder, Personalisierungen und dynamische Inhalte wie erwartet funktionieren.
- Einheitliches Erscheinungsbild: Vorlagen sollten so angepasst werden können, dass Farben, Logos, Schriften und wiederkehrende Gestaltungselemente konsistent mit dem Corporate Design eingesetzt werden.
- Konsistenter Kommunikationsstil: Auch Sprache, Tonalität und Ansprache sollten über verschiedene Newsletter und Kampagnen hinweg einheitlich bleiben und zur jeweiligen Zielgruppe passen.
Ein geeigneter Editor sollte deshalb nicht nur optische Anpassungen ermöglichen, sondern auch zum Arbeitsablauf des Unternehmens passen. Besonders bei regelmäßigem Versand sind wiederverwendbare Vorlagen, Shopify-Daten und zuverlässige Testfunktionen wichtige Auswahlkriterien.
Versandfrequenz und Timing von Shopify Newslettern
Wie häufig und zu welchem Zeitpunkt ein Shopify Newsletter versendet werden sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Sinnvoll ist eine Versandstrategie, die sich an Zielgruppe, Inhalt, Kampagnentyp und den Ergebnissen bisheriger Newsletter orientiert.
Wichtige Punkte bei der Planung sind:
- Versandfrequenz: Unternehmen sollten festlegen, wie häufig Newsletter sinnvoll sind, ohne den Verteiler mit zu vielen Nachrichten zu belasten. Die passende Frequenz hängt unter anderem von Sortiment, Kampagnenplanung und Erwartung der Abonnenten ab.
- Versandzeitpunkt: Statt sich auf allgemeine Empfehlungen für bestimmte Wochentage oder Uhrzeiten zu verlassen, sollten Unternehmen die eigenen Kampagnendaten auswerten und verschiedene Versandzeitpunkte vergleichen.
- Unterschiedliche Zielgruppen: Verschiedene Segmente können unterschiedlich auf Versandfrequenz und Timing reagieren. Wenn die Newsletter-App entsprechende Auswertungen ermöglicht, sollten Ergebnisse deshalb auch nach Zielgruppen betrachtet werden.
- Saisonale Kampagnen: Aktionen, Produktstarts, Feiertage oder saisonale Sortimente können eine andere Versandplanung erfordern als regelmäßig wiederkehrende Newsletter.
- Automatisierte E-Mails: Bei triggerbasierten Flows richtet sich der Versandzeitpunkt nicht nach einem festen Newsletter-Kalender, sondern nach einem definierten Ereignis oder einer Bedingung.
- Ergebnisse regelmäßig prüfen: Klickrate, Abmelderate, Conversions und weitere verfügbare Kennzahlen können Hinweise darauf geben, ob Frequenz und Zeitpunkt angepasst werden sollten.
Eine feste Versandregel ist deshalb weniger sinnvoll als ein nachvollziehbarer Test- und Auswertungsprozess. Unternehmen sollten Frequenz und Timing regelmäßig anhand der eigenen Shopify- und Newsletter-Daten überprüfen und bei Bedarf anpassen.
Rechtliche Anforderungen an Shopify Newsletter
Beim Versand von Shopify Newslettern müssen Unternehmen neben der technischen Umsetzung auch die rechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen. In Deutschland sind insbesondere Datenschutzrecht und die Vorgaben für Werbung per elektronischer Post relevant.
- Rechtsgrundlage und Einwilligung: Für werbliche E-Mails ist grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Empfängers erforderlich. Für bestehende Kunden kann unter bestimmten Voraussetzungen eine gesetzliche Ausnahme gelten. Unternehmen sollten deshalb für den jeweiligen Anwendungsfall prüfen, auf welcher Grundlage Newsletter versendet werden dürfen.
- Nachweis der Einwilligung: Wird der Versand auf eine Einwilligung gestützt, sollte nachvollziehbar dokumentiert werden, wann und in welchem Umfang diese erteilt wurde.
- Transparente Informationen: Bei der Erhebung personenbezogener Daten müssen betroffene Personen über die Verarbeitung ihrer Daten und die relevanten Datenschutzinformationen informiert werden.
- Abmeldung und Widerruf: Empfänger müssen eine einfache Möglichkeit haben, weitere Newsletter abzubestellen. Wird die Verarbeitung auf eine Einwilligung gestützt, muss deren Widerruf grundsätzlich ebenso einfach möglich sein wie die Erteilung.
- Synchronisation von Einwilligungen: Wenn Shopify und eine externe Newsletter-App gemeinsam eingesetzt werden, sollte geprüft werden, ob Anmelde-, Einwilligungs- und Abmeldestatus zwischen den Systemen korrekt verarbeitet und synchronisiert werden.
- Einsatz externer Anbieter: Unternehmen sollten berücksichtigen, welche personenbezogenen Daten durch die Newsletter-App verarbeitet werden, wo diese verarbeitet werden und welche datenschutzrechtlichen Anforderungen sich aus dem Einsatz des jeweiligen Dienstleisters ergeben.
- Tracking und Analyse: Werden Öffnungen, Klicks oder weitere Nutzeraktionen gemessen, sollte auch die datenschutzrechtliche Zulässigkeit des eingesetzten Trackings für das konkrete Setup geprüft werden.
Die rechtliche Bewertung hängt vom konkreten Newsletter-Prozess, den eingesetzten Tools und der Art der Datenverarbeitung ab. Unternehmen sollten die technische Konfiguration deshalb mit ihrem Datenschutz- und Rechtskonzept abstimmen und bei Unsicherheiten fachkundigen rechtlichen Rat einholen.
Shopify Newsletter App auswählen: Wichtige Kriterien
Bei der Auswahl einer Shopify Newsletter App sollten Unternehmen nicht nur auf möglichst viele Funktionen achten. Entscheidend ist, ob die Lösung zu den eigenen E-Commerce-Prozessen, den verfügbaren Kundendaten und den geplanten Kampagnen passt.
Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehören:
- Shopify-Integration: Prüfen Sie, welche Kunden-, Bestell- und Produktdaten aus Shopify übernommen werden können und wie zuverlässig diese zwischen den Systemen synchronisiert werden.
- Automatisierung: Relevant ist, welche Trigger, Bedingungen und Workflows die App unterstützt, zum Beispiel Willkommensserien, Folge-E-Mails nach einem Kauf oder weitere ereignisbasierte Kampagnen.
- Segmentierung: Die Lösung sollte die Kundendaten nutzen können, die für die geplanten Zielgruppen erforderlich sind, beispielsweise Kaufhistorie, Kundenstatus, Aktivität oder Produktinteressen.
- Einwilligungs- und Abmeldemanagement: Unternehmen sollten prüfen, wie Newsletter-Anmeldungen, Marketing-Einwilligungen und Abmeldungen verarbeitet und zwischen Shopify und der Newsletter-App synchronisiert werden.
- Editor und Vorlagen: Vorlagen, wiederverwendbare Inhaltsbausteine, Produktblöcke und ein geeigneter Editor können die regelmäßige Erstellung von Newslettern vereinfachen.
- Tracking und Reporting: Die verfügbaren Kennzahlen sollten zu den eigenen Anforderungen passen. Relevant können unter anderem Klicks, Conversions, Abmeldungen, Segmentergebnisse und die Auswertung automatisierter Flows sein.
- Preis- und Tarifstruktur: Nicht nur der Einstiegspreis ist relevant. Unternehmen sollten prüfen, wie sich Kosten mit Anzahl der Kontakte, Versandvolumen, zusätzlichen Kanälen oder benötigten Funktionen entwickeln.
- Datenschutz und Datenverarbeitung: Vor der Einführung sollte geklärt werden, welche personenbezogenen Daten verarbeitet werden, welche Dienstleister beteiligt sind und welche Anforderungen sich daraus für das eigene Datenschutzkonzept ergeben.
- Support und Weiterentwicklung: Dokumentation, Support-Angebote und die laufende Pflege der Shopify-Integration können besonders bei geschäftskritischen Automatisierungen relevant sein.
Ein sinnvoller Vergleich beginnt deshalb mit den eigenen Anforderungen. Unternehmen sollten zunächst festlegen, welche Daten, Automatisierungen, Segmente und Auswertungen benötigt werden und anschließend prüfen, welche Shopify Newsletter App diese Anforderungen mit vertretbarem Aufwand und einer passenden Kostenstruktur abbildet.
Fazit: Shopify Newsletter App passend zum eigenen Shop auswählen
Für einen Shopify Newsletter ist nicht die App mit den meisten Funktionen automatisch die beste Wahl. Entscheidend ist, ob die Lösung zu den eigenen Anforderungen, den vorhandenen Shopify-Daten und den geplanten Kampagnen passt.
Unternehmen sollten deshalb insbesondere prüfen, wie gut Kunden-, Bestell- und Produktdaten integriert werden, welche Automatisierungen und Segmente möglich sind und welche Auswertungen für Kampagnen und Flows zur Verfügung stehen.
Ebenso wichtig sind ein geeigneter Editor, nachvollziehbare Kosten, ein sauberer Umgang mit Einwilligungen und Abmeldungen sowie die Frage, wie zuverlässig Daten zwischen Shopify und der Newsletter-App synchronisiert werden.
Ein sinnvoller Auswahlprozess beginnt daher mit den eigenen Anforderungen: Welche Daten werden benötigt? Welche Newsletter und Automatisierungen sollen umgesetzt werden? Welche Zielgruppen sollen gebildet werden? Erst danach lässt sich beurteilen, welche Shopify Newsletter App technisch und organisatorisch zum eigenen Shop passt.
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